Zwei bis drei freie Tage unter der Woche bedeutet für die Hausfrau: Gründlich ausschlafen, den lieben langen Tag shoppen gehen, einen Besuch beim Friseur, im Nagelstudio oder bei der Kosmetikerin. Auf dem Sofa lümmeln, dabei in brandneuen, bunten Zeitschriften zu blättern und nebenbei telefonieren. Sich am späten Nachmittag mit Freundinnen zum Kaffee zu verabreden. Vielleicht auch schon zum Frühstück. Der ganz normale Glamour Alltag. Alles ist einfach. Alles ist wunderbar.
Zwei bis drei freie Tage unter der Woche bedeutet für die berufstätige Hausfrau: Perfekt organisiert sein! Aufräumen. Waschen. Aufräumen. Kochen. Aufräumen. Putzen. Einkaufen. Aufräumen. Bügeln .... et cetera pp. Ich weiß genau wovon ich hier schreibe. Ich bin nämlich die, die hier aufräumt.
Am Ende eines Tages frage ich mich manchmal selbst, was ich den ganzen lieben langen Tag eigentlich gemacht habe. Falls ich nicht schon bei den Acht Uhr Nachrichten auf dem Sofa eingeschlafen bin. Ganz normale Szenen im Leben einer berufstätigen Hausfrau über fünfzig. This is the real Life.

Um dem entgegen zu steuern habe ich mir kleine Inseln angewöhnt, und vieles nicht mehr so wichtig zu nehmen. Ich lasse mir Platz für Möglichkeiten und Spielraum für Ideen. Nicht für jemand anderen, nur für sich selbst. Kleine Premiumzeiten, um nur mit mir zu sein. Aufgeräumt hin oder her. Mein freier Tag ist MEIN freier Tag und auch darin müssen Pausen fest verankert sein. Im Job sind diese Pausen sogar gesetzlich vorgeschrieben. Das Prinzip ist klar, oder?
Wer erinnert sich schon an ein
ungebügeltes Hemd oder daran, ob jemand den Biomüll nach draußen gebracht hat?! Kein Mensch macht das (den Biomüll raustragen ....)
Ich mache mir oft selbst diesen unsinnigen Stress. Das ist eine meiner
grundlegenden weiblichen Charakterstrucktur, an der ich in diesem Jahr
unbedingt feilen und arbeiten muss.
Aufräumen wird mit sofortiger Wirkung reduziert. Da völlig überbewertet. Ein Besuch im Nagelstudio übrigens auch ;-)
Aufräumen wird mit sofortiger Wirkung reduziert. Da völlig überbewertet. Ein Besuch im Nagelstudio übrigens auch ;-)
Ich kann mich oft nur mit äußerster Willenskraft davon abhalten, hier und da noch etwas auszurupfen und auf dem Weg nach drinnen schon damit zu werkeln. Ich spiele gerne mit dem Natürlichsten der Welt. Ich mag die Farben der Natur, die zu jeder Jahreszeit ihre ganz speziellen Eigenschaften haben. Nun ist noch alles ruhig, in samtigen Schokoladen, Muskat- und Erdtönen. Noch schlummern das Loden- und Pistaziengrün. Nur hier und da allerdings spinzen die ersten Schneeglöckchen schon aus den Vorgärten.
Bald werden auch bei mir Hyazinthen und duftende Frühlingsblüher ins Haus einziehen, Tulpenbündel und die süßen Ranunkeln.
Allerdings mag ich den Januar nach all der weihnachtlichen Opulenz sehr gerne clean und ruhig, vornehm zurückhaltend und .... AUFGERÄUMT ;-)
"Das Größte und Wunderbarste
ist das Einfachste!"
-Walther Rethenau -

Den schönsten Abend für dich. Meisje






