Freitag, 23. September 2016

Die neue Herbstkollektion ist eingetroffen





Eigentlich müsste ich ja dringend meinen Kleiderschrank von Sommer auf Herbst umrüsten. 
Die Natur ist mir da schon einen Schritt voraus. Sie streift ihr grünes Gewand allmählich ab 
und webt neben Seidennetzen eine Garderobe in satteren, wärmeren Farben. 
Die Hauptrolle spielt Gold. 
Die Nebenrollen sind  Beerentöne, mit Rost, Erd- und Zimtnoten besetzt. 
 

    Die Herbstkollektion 2o16 
      ist frisch eingetroffen.

 Die Natur schickte mir eine Einladung zur Premiere am 22. September. 
Manche Modelle sind verspielt, romantisch, andere widerum gewagt, um nicht zu sagen extravagant.

Aber genau das macht ihr Label aus. Im Zickzack Stich gestickt unter einem milchigen Himmelbau. 


Die Natur ist der weltschönste Designer den ich kenne und ihre neue Kollektion hat ihre ganz besonderen Stoff- und Schnittmuster. Das ist höchste Schneiderkunst.
 Sie ist die Mutter der Designer-Mode und der Prêt-à-Porter.

 

 

"Ich kenne auf unsere Erde nichts, das mächtiger ausposaunt wie prall doch das Leben ist, als eine Sonnenblume. 
Ich nehme an, das der Grund dafür in ihrem Namen liegt.
Den hat sie nicht bekommen, weil sie wie die Sonne aussieht, 
sondern vielmehr weil sie sich der Sonne zuwendet. 
Sie folgt während  des Tages, ganz stetig dem lauf der Sonne,
die am Himmel über sie hinweg zieht. 
Wie eine Satelitenschüssel für Sonnenschein.
Wenn irgendwo Licht ist, und wenn auch nur schwaches. 
Diese Blume findet es.
Und das ist schlichtweg bewundernswert. 
Es ist eine Lehre für`s Leben."

- Aus Kalendergirls -

 
 
                                                                                  



 Ich wünsche euch Liebes, 
                                          Meisje

 

Sonntag, 18. September 2016

My sweet sunday II




Jetzt ist noch eine gute Zeit, um den Geschmack des Sommer einzufangen.

Das ist keine große  Herausforderung, denn eine Handvoll reifer, süßer Birnen findest du gerade auf vielen Feldwegen.  Manchmal stehen sie auch in der Obstabteilung im Supermarkt. Mit der ersten Sorte dekorieren wir kleine, duftende Streuobstwiesen auf dem Esstisch. Mit der zweiten Sorte steigen wir hinauf in den Schokohimmel. Denn die Süße einer reifen Birne in Kombination mit dunkler Schokolade ergibt einen ganz tollen besonderen Geschmack. Unbedingt ausprobieren!

 

 

 

Die Birne im Schokomantel ist ein schnell gemachter Nachtisch und macht sich in ihrem kleinen Schwarzen auch prima auf der Kaffeetafel. Die nötigen Zutaten findest du sicher zuhause in deinem Vorratschrank. Die Birne wird nur gewaschen und so wie sie ist in den Teig gestippt.
Wenn es so aussieht als trage sie einen dunkelbraunen Hüftschmeichler, dann ist es richtig.
Die Wahrheit ist, wenn wir mehr als eine davon essen brauchen wir bald selbst einen ; )


                                                                    Äpfel im Schlafrock
  Birne im Schokomantel
4 Eier
1oo g braunen Zucker
1 Päckch. Vanillzucker
1 Teel. Backpulver 

 
1oo g Mehl
1oo g Kakao
1oo g geschmolzene Butter

4 kleine, reife Birnen, davon unten den Deckel abschneiden (da wo das kleine Bärtchen ist)

Eier und Zucker gut schaumig schlagen, das Mehl, den Kakao und die flüssige Butter unterrühren. 
Den Teig in vier Muffinförmchen füllen und die Birne in den Teig tauchen.

Im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad 15- 2o Minuten backen. Hier kann ich keine genaue Zeitangabe machen, da es sicher Muffinförmchen in den unterschiedlichsten Größen gibt. 
Auch auf die knusprige Bräune kann man sich hier schwer verlassen, da der Teig ja an sich schon sehr dunkel ist. Also einmal die Holzstäbchenprobe. Ihr kennt die Spielregeln ; )

***

Die Birnen sehen nach dem Backen nicht nur toll aus, sie schmecken auch noch voll lecker.
Sie zergehen förmlich auf der Zunge.


 Das Leben  ist ein bisschen wie eine Birne im Schokomantel. 
Es reift, es ist süß. Aber es braucht Geduld und Zeit um sich zu entwickeln. 
        Ich wünsche euch Liebes, Meisje 


***

Samstag, 17. September 2016

Heute frisch im Angebot: Polenta mit Tomaten

Auch wenn ich in meinen letzten Post`s häufig Beiträge rund ums Backen und Kochen geschrieben habe, wird sich mein Blog ganz sicher nicht zu einem Food Blog entwickeln. Ja wisst ihr denn wie schwer es ist, ein gescheites, appetitliches Foto zu schießen? Für vier Erwachsene zu kochen geht schneller. Ich sag`s euch.

Ich bin fest davon überzeugt bin, dass das Essen und die Zubereitung zuvor zu einer der größten und einfachsten Freuden des Lebens gehören. Und je mehr ich darüber nachdenke, stecken in vielen Lebensmittel neben Vitaminen und Nährstoffen auch Erinnerungen an meine Kindheit. Ich denke an Körbe mit Beeren und selbst gepflücktem Obst. An Küchenkräuter und Gemüse, das direkt vom Garten auf unserem Küchentisch landete. Der warme Eintopf am ersten, stürmischen Herbsttag. Die stärkende Hühnersuppe, vorbeugend gegen Erkältungen nach einem frostigen, eisigen Wintertag. Der handgerührte, sonntägliche Marmorkuchen. Es war der beste meines Lebens!
Jeden Sonntagmittag nach dem Kirchgang wurde der Tisch eingedeckt und die Familie traf sich mit einer festen Sitzordnung zur gemeinsamen Mahlzeit. Zu einer festen Uhrzeit. Vater, Mutter, und wir acht Geschwister.
Je mehr ich heute darüber nachdenke, desto mehr verstehe ich, dass ein gemeinsames Essen für unser körperliches Wohlbefinden steht. Und nicht nur eine grundlegende Notwendigkeit ist. Das aber umso mehr Vergnügen bedeutet, das eine wichtige Rolle für die Wahrnehmung von Glück und Genuss spielt. Ein gemeinsames Essen mit der Familie oder Freunden sättigt nicht nur den hungrigen Magen. Es sättigt die menschliche Seele. Man verlässt den Tisch nicht nur mit einem wohligen Bauchgefühl, sondern mit einem Gefühl der Zugehörigkeit.

 

Heute bleibt mir leider oft die Zeit nicht, um etwas großartiges auf den Tisch zu bringen (und noch ein gescheites Foto davon zu machen ;-)). Doch auch wenn ich gezwungen bin in der Küche häufig die Abkürzung zu nehmen, greife ich nach saisonalen Obst und Gemüse. Und das am Liebsten aus der Region. 
   



 



Polenta
mit erntefrischen Tomaten

15o g Maisgrieß 
500 g Tomaten
200 g Schafskäse (alternativ Feta)
1 kleingehackte Zwiebel
1 Handvoll frische Kräuter 
Salz und Pfeffer 

***

Den Maisgrieß nach Anleitung kochen und 10 Minuten quellen und etwas abkühlen lassen. Dann die kleingehackten Kräuter untermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Masse in eine gebutterte Form streichen, und mit der gehackten Zwiebel, 
den kleingeschnittenen Tomaten und 
dem zerbröselten Schafskäse (Feta) belegen. 

Bei 18o Grad Umluft etwa eine halbe Stunde backen.  

***


Dazu passt ein Glas gekühlter Weißwein und zwei, drei 
nette Tischnachbarn.




Zum Kaffee serviere ich euch morgen eine Schokobirne.
Also bleiben Sie dran ; )
                         Ich wünsche euch Liebes, Meisje

Die Tomaten gab es erntefrisch vom Nachbarn,  
die Kräuter aus dem Tontopf vom Balkon. 
Die Hebeform gibt es hier.


Freitag, 2. September 2016

Auf Wiedersehn August, Adieu Août

Der August hat sich mit seinem schönsten Himmelblau verabschiedet, um dem September Platz zu machen. Auch wenn nun schon deutlich früher die Dunkelheit abends den Garten verschluckt, sind es genau diese Stunden, die so herrlich leise und entspannend sind auf der Durchreise zur Nacht. Mit etwas Glück konnte man Sternschnuppen zählen um sich etwas Schönes zu wünschen. Im Licht eines buttergelben Mondes baden. Eine kühle Weinschorle trinken, und den leisen Stimmen vom Balkon obendrüber lauschen. Oder der Sommer- Playlist der Grillen im Kirschbaum. Es wurde tatsächlich noch einmal Sommer, auch wenn ich fast schon nicht mehr daran geglaubt hatte.

 
    Augustnächte haben für mich eine besondere Magie. Ihre Stille ist wirklich besser als jede Sitzung beim Psychiater. Behaupte ich jetzt einfach mal.
  


 

 

 Im Monat August habe ich euch meine kleinen Kränze aus Schafgarbe gezeigt.  Entgegen aller Gesundheits- und Hygienevorschriften liebe ich sie nun, in ihrem dürren Zustand,  ganz besonders.

Wir sprachen wieder einmal von meinen Sommerlieblingen, den Hortensien ...

 

... und ich schrieb eine E-mail an Madame Pamart und kochte diese süße, sehr französische Aprikosenkonfitüre nach ihrem Rezept. Und dann gab es diesen leckeren Kirsch Clafoutis ......  
schee tämm. Beim nächsten Mal bereite ich gleich die doppelte Menge und lade euch alle zum Kaffee trinken ein. Denn wie ich lese, haben meine simplen Rezepte schon einen gewissen Bekanntschaftsgrad bei euch erreicht. Worüber ich mich natürlich sehr freue. Entweder schreibe ich demnächst einen Kochblog, oder lieber gleich ein ganzes dickes Diätbuch. Denn wenn das so weiter geht, ist meine Bikinifigur ein Fall für die Frührente. Meinen herzlichen Dank an den Erfinder des praktischen Wickeltuchs. Des Pareo`s.  Ein wirklich symphatischer Hüftschmeichler für den Baggersee oder das Freibad.
  

 

Ich freue mich auf den jungen September mit euch. Ich freue mich über eure süßen Besuche und über jedes Wort,  dass ihr mir hinterlassen habt. Ich sage Hallo zu meinen neuen Leserinnen. Herzlich Willkommen in meiner Mannschaft ;-)

                                                                                                                                                  
Und ich wünsche euch Liebes! Meisje

Freitag, 26. August 2016

Kirsch- Clafoutis



Diese süße Symbiose aus Auflauf und Kuchen wird in Frankreich traditionell mit Kirschen zubereitet. In der Heimat des Clafoutis werden diese aber nicht entsteint. Auch wenn ich immer genau weiß, wer an welchen Wochenende im gesamten Rhein-Lahn-Kreis den Zahnärztlichen Notdienst macht, entkerne ich sie grundsätzlich. Oder nehme sie gleich aus dem Glas. Wer dann trotzdem noch einen Kern erwischt, ist der Kirschenkönig und bekommt zur Belohnung noch ein zweites Stück ; )


Die Zutaten sind für einen Kuchen von 26 cm Durchmesser


Kirsch- Clafoutis

4 Eiweiss
4 Eigelb
2 Essl braunen Zucker
etwas Vanillzucker
150 g Mehl
150 ml Milch

2 Tassen süsse, entsteinte Kirschen


Den Backofen auf 180 C vorheizen.  Das Eiweiss sehr steif schlagen und die restlichen Zutaten mit einem Holzlöffel verrühren. Den Eischnee vorsichtig unterheben.
Die Kirschen auf dem Boden einer Auflaufform verteilen und den Teig darübergießen.

Etwas 30 bis 40 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun geworden ist und sich fest anfühlt. Schmeckt lauwarm oder kalt mit einer Kugel Vanilleeis.

 


Ich bin sicher, der Clafoutis schmeckt auch prima mit anderen Früchten. Mit Beeren, Aprikosen oder Apfelstückchen. Mit Pflaumen und einem Hauch von Zimt. Eine herbstliche, kulinarische Poesie. Oder herzhaft, mit Kirschtomaten, Oliven und Thymian ...










                                         

 
    Ich wünsche euch Liebes, Meisje         

Sonntag, 21. August 2016

Eine Frage an die französische Aprikosenfachkraft


E-Mail an:  www.closerie-marottes.fr




Bonjour Madame Pamart,

da meine französiche Sprache sehr schlecht ist, versuche ich mein Glück in deutscher Sprache und dem Translator.
Vor einigen Wochen durften wir Gäste in Ihrem charmanten B & B sein.


 Herzlichen Dank für Alles. Für den leckeren Cider als Willkommen in Ihrem gemütlichen Garten! 
Mit keinem Vermieter vor Ihnen hatten wir solches Vergnügen!

Nun eine kleine Bitte: Ihre selbst gekochte Frühstückskonfitüre hat so himmlisch geschmeckt, 

ich kann sie einfach nicht mehr vergessen.
Wäre es möglich, das Sie mir Ihr Rezept verraten? 

Ich wäre Ihnen wirklich sehr dankbar und verbunden. 
Und ich hoffe sehr, Sie verstehen mein Anliegen. 
Manchmal gibt es Dinge, die einen nicht mehr loslassen ;-)

Ihnen eine wundervolle Sommerzeit und die besten Grüsse, 

Ihre E. M. Schreeven






E-mail an: 
bymeisje@googlemail.com

 Guten Abend Frau E. M. Schreeven

Da mein Deutsch nicht gut ist,will ich das Rezept mit einige Worten schreiben:
1 Kilogramm kleine Aprikose. Nicht so viel 1 Kilogramm Zucker ( braun)

Mischen Aprikose ohne Kern und Zucker: Kochen und mischen mit einem Holz Löffel 
Töpfe im warmen Wasser. An füllen die Töpfe und legen sie unrecht

Danke führ ihre freundliches Brief, Ihnen ein angenehme Sommer zeit

Herzlichen Grüssen

Marie-Claude PAMART



 

Merci! Du bekommst immer wieder eine Antwort, die eine Leerstelle ausfüllt.
 Whitespace und Leerräume sind überhaupt nicht so meins ; )

***

Ich wünsche euch Liebes, Meisje
 

Montag, 15. August 2016

Bonjour Bretagne, numéro deux



Manche finden sie ziemlich spießig.

Für andere, und besonders für mich,  zählt sie zu den absoluten Sommerlieblingen.

  Die HORTENSIE.



 Eine Französin, die auf der Welt ihresgleichen sucht.
Allein ihr Name klingt nach einer großen, gefeierten Diva.
Die mit welkendem Alter nur noch an Poesie und Romantik gewinnt.

 









 Keine andere bewegt sich so stilsicher und anmutig
 in dem wechselvollen Farbenspiel ihrer Ballkleider. Französische Haute Couture.
Von altrosa bis blau changierend.
Von einem nostalgisch verträumten Lavendel übergehend
in ein pudriges, mit Weiß und Grau abgedämpftes Fuchsia.

  

 

 
  In der Bretagne lief ich beinahe täglich über den kleinen Hortensienweg zum Meer.
Natürlich war das nicht sein offizieller Name.
Aber wie, bitte schön, sollte denn dieser Pfad mit dem blauen Wolkenbaldachin sonst heißen?

  Ein Bad darin war erfrischender als ein Sprung in den 16 C warmen Atlantik.
Und schmerzfreier.  Übers Wasser laufen kann ich nicht. Aber wer mich kennt, der weiß das.
Der weiß auch, das ich  niemals vor einer geplanten Reise Hochglanzprospekte studiere
oder eine Mittelmeerkreuzfahrt mit Land- See- und Tiefgang buche.
Kein low budget. Kein lastminute. Kein Glückshotel.
Es muß etwas anderes sein. Etwas spezielleres.
Z. B. einen hundertjährigen Kuhstall.


Der war alledings nicht zu vermieten.
Aber das Haupthaus, nur einen Steinwurf davon entfernt.
 Ein kurzer Blick zurück, über die Wäscheleine hinweg direkt in den Hortensiengarten.
Tstse, wer braucht da schon Meerblick?!

  


 
 

  

   Vielleicht drucke ich bald Postkarten für Bretonische Souvenirläden.
Motive hätte ich jedenfalls genug ;-)
 

             Ich wünsche euch Liebes,  
                                                                          Meisje