Frisches Brot mit selbstgemachter Marmelade! Yummiiieee … wer liebt es nicht?
Mich erinnert süsse Marmelade immer an meine Mutter, die früher stundenlang Gelee und Marmelade aus riesigen Mengen von frischem Obst aus Feld und Garten, mit viel Zucker und noch mehr Liebe
eingekocht hat. Dieser Duft bleibt unvergessen und zaubert mir heute immer noch ein Lächeln ins Gesicht.
Je nach Saison wurde Mirabellen, Aprikosen, Erdbeeren-, Stachel-, oder Johannisbeeren-Marmelade zubereitet, die uns das ganze Jahr zum
Frühstück versorgt haben.
Gute Marmelade muss weder kompliziert noch kostspielig sein. Obst gibt es momentan beinahe so viel wie im Schlaraffenland. Wer wie ich, keinen eigenen Garten besitzt, bekommt saftige Früchte auf dem Markt oder in der Obstabteilung im Augenblick beinahe nachgeworfen. Oder mit etwas Glück vom Nachbarn. Also geschenkt, ist klar ;-)
Unser Kühlschrank ist derzeit randvoll mit frischem Obst.
Manchmal erzielt man beim Marmelade einkochen mit den einfachsten Aromen die beste Wirkung. Bei meiner Marmelade trifft die flüchtige Säure der Pflaume auf eine Spur Vanille und hinterlässt am Gaumen den kleinen Hauch einer freudigen Aufregung. Schwer zu beschreiben, aber leicht nachzukochen. Ich jedenfalls bin ganz verliebt in meine Kreation.
Pflaumenmarmelade mit einem Hauch Vanille
2 kg Pflaumen
300 g Zucker
Vanillezucker, Tütchen oder selbst gemacht
Der Zucker ist wichtig, um die Marmelade haltbar zu machen, die Vanille sorgt später für diesen flüchtigen Moment auf der Zunge.
Die Pflaumen waschen, halbieren und entsteinen. Zusammen mit dem Zucker und vier Esslöffel Wasser in einen hohen Topf geben und aufkochen lassen.
Die Pflaumen nun ohne Deckel gut einkochen lassen, ab und zu mit einem Kochlöffel umrühren. Das kann bis zu zwei Stunden dauern. Ist die Masse dick, zäh, bräunlich und glänzend ist sie genau richtig.
Nun wird die Marmelade noch vorsichtig mit dem Pürierstab durchgearbeitet
und sofort in saubere Gläser gefüllt. Es wird empfohlen, die Gläser für eine Weile auf den Kopf zu stellen. Upside douwn. Bei uns wurde das früher immer so gemacht. Ich mache das so gut wie nie.
Immer wenn Erdbeeren, Blaubeeren oder Pflaumen langsam vor sich hin blubbern und mit Gewürzen zu einer glänzenden, fruchtigen Marmelade verschmelzen, dann erfüllt das nicht nur die Küche mit den schönsten Düften, sondern lässt auf der Stelle gleich alle Frühstücksherzen höher schlagen.
Bin ich glücklich? Und wie!!!
xox Meisje






